GESELLSCHAFT FÜR PSYCHOHISTORIE UND POLITISCHE PSYCHOLOGIE (GPPP)

34. Jahrestagung

DIE TAGUNG IST ABGESAGT

Auf dem Weg zur mutterlosen Gesellschaft?

Was die Krippenbetreuung mit unseren Kindern macht

DIE TAGUNG IST ABGESAGT

 

27. - 29. März 2020

Heidelberg



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DIE TAGUNG IST ABGESAGT

Auf dem Weg zur mutterlosen Gesellschaft?


Eine große Anzahl von Kleinkindern wird in Deutschland schon sehr früh außerhalb der Familie betreut. Staatliche Programme fördern diese Entwicklung massiv und gestatten inzwischen einen Rechtsanspruch auf Betreuung für Kinder ab dem 1. Lebensjahr. Seit Januar 2016 wird das Betreuungsangebot sogar auf 24 Stunden an 7 Tagen ausgebaut.

Inzwischen gibt es viele Untersuchungen zu den Auswirkungen früher Krippenbetreuung. Schon vor mehr als fünfzehn Jahren zeigten solche Studien negative Ergebnisse.

In der öffentlichen Diskussion, in der Politik und den Medien werden diese Ergebnisse ignoriert und/oder als falsch zurückgewiesen. Die Debatte darüber wird hoch emotional geführt und vorwiegend von Meinungen zu diesem Themenkomplex dominiert. Junge Mütter mit Kleinkindern sehen sich mit einer Fülle teils widersprüchlicher Aussagen konfrontiert und müssen entscheiden, was für ihr Kind am besten ist. Eine Entscheidungsfindung setzt Urteilsfähigkeit voraus. Um eine sachliche Urteilsbildung zu ermöglichen, haben wir Fachleute eingeladen, die auf der Grundlage der
entwicklungspsychologischen, neurobiologischen und pädiatrischen Forschungsergebnisse ihr Expertenwissen darstellen und mit Ihnen diskutieren werden.

Nichts entscheidet mehr über die Existenz einer Gesellschaft, ihre Kultur, ihre Sprache, ihre Identität, als der Nachwuchs und die Art und Weise, wie dieser Nachwuchs in den ersten Jahren seines eigenen Lebens geprägt wird. Die Erfahrung früher sicherer Bindung ist die grundlegende Voraussetzung für eine empathie- und mitgefühlfähige Gesellschaft. Die Mutter spielt dabei die zentrale Rolle.


„Die ersten Jahre des Lebens sind wie die ersten Züge einer Schachpartie, sie geben den Verlauf und den Charakter der Partie vor“ (Anna Freud)

 

 

Programm: Freitag, 27. März 2020

14:00 Uhr

Mitgliederversammlung

15:30 Uhr Heinrich Reiß

Eröffnung der Tagung

15:45 Uhr Doris Dietzel-Wolf

Einführung ins Thema

16:00 Uhr Ludwig Janus 

Zur Psychohistorie der Mutter-Kind-Beziehung


16:45 Uhr  Kaffeepause

17:15 Uhr Dorothea Böhm

Ganztags betreut statt ins Leben getragen

18:15 Uhr Peter Petschauer

Was bedeutet ein frühes Trennungserlebnis fürs ganze Leben?

19:00 Uhr  Geselliges Beisammensein




Programm: Samstag, 28. März 2020


9:30 Uhr Silke J. Zeising

Wie geht es Kleinkindern in Kitas und Krippen wirklich? Die Realität des Krippenalltags

10:30 Uhr Maria Fürstaller

Warum sich Prozesse der Affektregulation nicht optimieren lassen (sollen)

11:30 Uhr Kaffeepause


12:00 Uhr Rainer Böhm



Individuelle und gesellschaftliche Auswirkungen früher Eltern-Kind-Trennungen

13:00 Uhr  Mittagspause

15:00 Uhr Antje Kräuter

Transgenerationale Auswirkungen der frühen Störfaktoren in der Mutter-Kind-Beziehung

16:00 Uhr Kaffeepause 

16:30 Uhr Burghard Behncke

Auf dem Weg zur mutterlosen Gesellschaft


17:30 Uhr  1. Resümee

Erstes Resümee in einer Podiumsdiskussion mit den Vortragenden

19:00 Uhr  Geselliges Beisammensein





Programm: Sonntag, 29. März 2020


9:30 Uhr Birgit Kelle

Die ersetzbare Mutter

10:30 Uhr Jürgen Borchert

Warum und wie Familienpolitik wieder Politik für Familien werden muss und kann


11:30 Uhr  Kaffeepause

12:00 Uhr  2. Resümee

Zweites Resümee mit den Vortragenden


13:00 Uhr Abschlussdiskussion


14:00 Uhr Ende der Tagung


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Verzeichnis der Referentinnen und Referenten


Burghard Behncke,
Burghard Behncke  ist Diplom-Pädagoge, ehemaliger Dozent für Psychologie und Pädagogik an einer Fachschule für Sozialpädagogik, Studiendirektor i.R., langjähriger Leiter einer sozialpädagogischen Bildungseinrichtung und nun freier Schriftsteller in Berlin. Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Entwicklung des Kindes in der Familie und der außerfamiliären Betreuung.
bu.behncke@freenet.de


Dorothea Böhm, Dr. med.
Dorothea Böhm ist Ärztin und Triple P.- Trainerin. Sie hat sich intensiv mit Neurobiologie, Verhaltensregulation und -management beschäftigt und berät AD(H)S-Erwachsene. Sie setzt sich für eine Familienpolitik ein, die Kindern gerecht wird und ganz  besonders die Bedürfnisse der Kleinkinder zwischen 0 und 3 Jahren berücksichtigt.
dorothea.boehm@posteo.de


Rainer Böhm, Dr. med.
Rainer Böhm Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Schwerpunkt Neuropädiatrie, ist Leiter des Sozialpädiatrischen Zentrums in Bethel, Bielefeld. Er ist Co-Autor zum Positionspapier Krippenqualität, Sachverständiger beim Familienausschuss des Deutschen Bundestags und Dozent an der Ärztlichen Akademie für Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen in München.
boehm.rainer@arcor.de
 
Jürgen Borchert, Dr. med.
Jürgen Borchert ist ein deutscher Sozialrichter und Politikberater. Er war bis Dezember 2014 Vorsitzender Richter des 6. Senats des Hessischen Landessozialgerichts in Darmstadt. Jürgen Borchert gilt als ausgewiesener Sozialexperte im Bereich der Familienpolitik und als »Sozialrebell«.
dr.borchert@ra-drborchert.de

Maria Fürstaller, Dr.
Maria Fürstaller lehrt und forscht am Studiengang Sozialmanagement in der Elementarpädagogik an der FH Campus Wien. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind u.a.: frühe Transitionsprozesse, Professionalisierung in der Elementarpädagogik, Diversität im Arbeitsfeld der Elementarpädagogik.
maria.fuerstaller@fh-campuswien.ac.at

Ludwig Janus, Dr. med.
Ludwig Janus ist ärztlicher Psychotherapeut in eigener Praxis in Dossenheim bei Heidelberg. Veröffentlichungen zur Pränatalen Psychologie und  Psychohistorie. Leiter des Instituts für Pränatale Psychologie und Medizin, praenatalpsychologie.de
janus.ludwig@gmail.com

Birgit Kelle

Birgit Kelle, Jahrgang 1975, arbeitet als freie Journalistin und Autorin. Kelle schreibt für zahlreiche Print- und Onlinemedien und als regelmäßige Kolumnistin für das Magazin FOCUS und die Tageszeitung DIE WELT.  Kelle ist Vorsitzende der Initiative Frau-Familie-Freiheit/Frau 2000plus e.V. und begeisterte Mutter von vier Kindern.
Birgit.Kelle@gmx.de


Antje Kräuter
Antje Kräuter, Dipl. agrar-ing., Dipl.Psych., Jahrgang 1953, arbeitet als approbierte Psychotherapeutin und Traumapsychotherapeutin (DeGP,T) u.a. mit EMDR (emdria) in eigener Praxis in Chemnitz und berät und behandelt vorrangig Eltern von Säuglingen und Kleinkindern.
antje.kraeuter@t-online.de


Peter Petschauer
Peter Petschauer Prof. Dr. phil.Jahrgang 1940, Lehrstuhl für europäische Geschichte an der Appalachian State University (Boone NC) 1969 -2006. Lehrte an verschiedenen Institutionen n den USA und Tschechien.  Zahlreiche Publikationen hauptsächlich über die Geschichte der Kindheit und Frauen.
petschauerpw@appalate.edu

Heinrich Reiß,
Geschäftsführender Vorsitzender der GPPP
hpmReiss@t-online.de

Doris Dietzel-Wolf,
Doris Dietzel-Wolf,, Jahrgang 1949, Kunst-Studium an der Hochschule für Gestaltung Offenbach, Studium der Ethnologie, Psychologie und Soziologie in Frankfurt/Main. Interdisziplinäre Forschung  über das Menschenbild in fremden Kulturen. Intensive Auseinandersetzung  mit Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft. Vier Kinder, bald acht Enkel.  Vorsitzende verschiedener Stiftungen zum Kindeswohl.
d.dietzel-wolf@web.de

Silke J. Zeising,
Silke Zeising, Jahrgang 1968, ist seit 12 Jahren Erzieherin, seit 2013 Waldorferzieherin. Sie arbeitet überwiegend mit Kindern in Gruppen unter drei Jahren im Waldorfkindergarten. Ihr besonderes Anliegen ist, die Bedingungen der Kinderbetreuung außerhalb der Familie für die Kinder immer weiter zu verbessern.
silke.zeising@freenet.de

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Hinweise

DIE TAGUNG IST ABGESAGT UND FINDET NICHT STATT

Wissenschaftliche Leitung und Organisation

Doris Dietzel-Wolf, dorisdietzelwolf@googlemail.com
Ludwig Janus, janus.ludwig@gmail.com
Heinrich Reiss, hpmReiss@t-online.de

Exposés und Kurzbiografien zur 34. Jahrestagung der GPPP

Literatur / Bücherliste zum Tagungsthema

Tagungsgsort

Institut für Medizinische Psychologie, Seiteneingang
Bergheimer Straße 20, 69115 Heidelberg

Information und Organisation zur Tagung

Dr. Axel Bischoff, Friedhofweg 8, 69118 Heidelberg
Tel.: 06221 892729  -  Mo. - Fr. zwischen 8.00 und 9.00 Uhr
Fax: 06221 892730  - E-Mail: Tagung@psychohistorie.de

Teilnehmergebühren

Gesamte Tagung inkl. Kaffee


bis 01.03.2020

nach dem 01.03.2020

an der Tageskasse
Nichtmitglieder   € 100,--   € 120,--
Mitglieder (GPPP)   € 80,--   € 100,--
Ermäßigt, Studierende,   € 40,--   €   50,--

Anmeldung

Durch Überweisung der Tagungsgebühr bis spätestens 01.03.2020 auf das Konto »Deutsche Gesellschaft für Psychohistorische Forschung« –
Sparkasse Heidelberg, IBAN: DE22 6725 0020 0004 2525 78, BIC: SOLADES1HDB - Kennwort: Psychohistorientagung 2020

Spätere Anmeldungen (nach dem 1.3.2020) bitte als formlose Nachricht per E-Mail an Dr. Axel Bischoff (Tagung@psychohistorie.de) und Bezahlung an der Tageskasse.

Zertifizierung für Psychotherapeuten und Ärzte

12 Fortbildungspunkte wurden bei der Ärztekammer Baden-Württemberg beantragt.

Zimmervermittlung

Tourist Information am Hauptbahnhof
Willy-Brandt-Platz 1, 69115 Heidelberg
Tel. 06221 5844 444
reservation@heidelberg-marketing.de
http://www.heidelberg-marketing.de


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Letzte Änderung am: 16. März 2020 von A.Bischoff